Episoden
Die Unverbesserlichen
May 9, 1965
Für den Familienvater Kurt Scholz ist es Ehrensache, sich jeden Sonntag ein Fußballspiel anzusehen, zumal sein 18-jähriger Sohn Rudi zu den besten Spielern der Heimmannschaft gehört. Da die Familie auch regelmäßig Toto spielt, erwartet sie beim sonntäglichen Kaffeetrinken die im Radio verkündeten Ergebnisse immer mit großer Spannung. Diesmal hat es geklappt. Zwar ist die Familie erst einmal auf der Suche nach dem Totoschein und glaubt dann, dass Mutter Käthe die Kreuze falsch gesetzt habe, weshalb der Schein ungültig sei. Letztendlich überbringt der Geldbriefträger aber dann den Gewinn, einen Betrag von 1.250 DM.Wie in dieser Familie üblich glaubt nun jeder, das kaufen zu müssen, was er selbst für richtig und wichtig hält. Während Käthe Scholz eine neue Nähmaschine ersteht, um damit von zu Hause aus arbeiten zu können, was ja dann wiederum der Familie zugute komme, kauft ihr Mann Kurt einen Pkw und verursacht damit sogleich einen Verkehrsunfall mit erheblichem Schaden am neuen Wagen.
Die Unverbesserlichen-nichts dazugelernt
May 15, 1966
Fünf Jahre später: Der kickende Sohn Rudi gibt mit 23 Jahren seine Stellung bei der Post zugunsten einer Karriere als Profifußballer auf. Auch für Vater Scholz ergeben sich Veränderungen: Waren er und seine Frau davon ausgegangen, dass man ihn in der Firma bitten würde, über seinen 65. Geburtstag hinaus zu bleiben, sieht er sich kurz vor seiner Verrentung mit einem jüngeren Kollegen konfrontiert, der seine Stelle einnehmen soll. Verletzt und gedemütigt verschweigt er Käthe dies und gibt vor, weiter zu arbeiten. Tag für Tag geht er aus dem Haus und läuft bis abends ziellos durch die Straßen. Als Käthe hinter die Sache kommt, stellt sie Kurts ehemaligen Chef zur Rede, jedoch ohne Erfolg. Kurt muss sich nun an das Rentnerdasein gewöhnen. Ein von Käthe erfundener Kollege des Schwiegersohns Helmut bringt die Rettung für den „nutzlosen“ Rentner: Kurt soll nun Radios von Bewohnern eines Altenheims reparieren. Die Geräte besorgt Käthe jedoch bei einem Radiohändler.
Die Unverbesserlichen und ihr Optimismus
April 2, 1967
Drei Jahre später: Tochter Doris glaubt sich von ihrem Mann Helmut betrogen, zieht – unterstützt von Mutter Käthe – wieder zu den Eltern und reicht die Scheidung ein. Pech für Doris: Sie kann den Betrug nicht nachweisen und wird wegen böswilligen Verlassens anteilig schuldhaft geschieden. Oma Köpcke, die mittlerweile mit in die Wohnung gezogen ist, und Doris, die mit ihrem Sohn Michael wieder im Hotel Mama gelandet ist, geraten nun zunehmend aneinander. Ein körperlicher Zusammenbruch Käthes führt zu der Entscheidung, die Großmutter in ein Heim zu bringen. Da man sich private Heime nicht leisten kann und Oma Köpcke sich weigert, in ein städtisches Heim zu ziehen, muss Käthe zu einer List greifen. Jetzt erst stimmt die Oma zu, und die Wohnsituation in der Scholzschen Wohnung entspannt sich.
Die Unverbesserlichen und ihre Sorgen
May 12, 1968
Ein Jahr später: Tochter Lore geht als Austauschschülerin nach Paris, und die Französin Monique zieht bei Scholzens ein. Dies bringt neue Aufregung, zumal Oma Köpcke mit ihren zahlreichen Besuchen Käthe auf die Nerven fällt. Dazu kommen noch Sorgen um die Gesundheit von Vater Scholz, der über Schmerzen im Unterbauch klagt, was Käthe zunächst für Einbildung hält und ihren Mann deshalb nicht ernst nimmt. Als die Schmerzen immer heftiger werden, wird Kurt ins Krankenhaus eingeliefert und operiert. Es stellt sich heraus, dass er an einer Blinddarmentzündung leidet, der Blinddarm jedoch bei ihm an der linken statt an der rechten Seite sitzt. Die streng geregelten Besuchszeiten im Krankenhaus bereiten seiner besorgten Ehefrau große Probleme, außerdem wird sie vom Krankenhauspersonal nicht ausreichend über Kurts Gesundheitszustand informiert.
Die Unverbesserlichen und ihre Menschenkenntnis
May 25, 1969
Ein Jahr später: Kurt und Käthe Scholz wollen nach Paris fahren, um Tochter Lore zu besuchen und die Eltern ihres Schwiegersohns in spe kennenzulernen. Kurz vor der Abfahrt des Fernbusses von Berlin erreicht sie die Nachricht, dass Pierre in Berlin ist, da er Lore dort bei ihrer Familie glaubt. Sie hat ihm nur knapp mitgeteilt, dass sie eine Stelle in Brasilien angenommen hat, und er ist nun davon ausgegangen, dass sie in Berlin von ihrer Familie Abschied nehmen will und er sie so noch einmal sprechen könne. Kurt quälen finanzielle Sorgen: Er hat sich seine Rente auszahlen lassen und sie wegen des hohen Zinssatzes von zwölf Prozent von einer dubiosen Immobilienfirma anlegen lassen. Diese meldet jedoch Insolvenz an, und Kurt verliert seine zwanzigtausend Mark. ..
Die Unverbesserlichen und die Liebe
May 17, 1970
Nach einem schweren Foul ist Rudis Fußballkarriere beendet. Nun verkauft er ahnungslosen Kunden gebrauchte PKWs mit manipuliertem Tacho. Davon ist Dagmar, mit der er im Laufe der Folge zusammenzieht, nicht erbaut. Ein Autounfall, bei dem Rudi einen Rentner anfährt, kostet ihn sowohl den Führerschein als auch den lukrativen Job. Seine Schwester Doris lernt bei der Suche nach einer Wohnung, in der sie ein Kosmetikstudio einrichten kann, den Stararchitekten Jürgen Hechler (Günter Pfitzmann) kennen. Der verliebt sich zwar Hals über Kopf in die gutaussehende Scholz-Tochter, doch mit ihrem Sohn Michael kommt er nicht zurecht. Auch der 39. Hochzeitstag bringt für Scholzens nicht viel Freude, denn Kurt macht mittlerweile die Buchhaltung für die Besitzerin eines Tante-Emma-Ladens, in dem Käthe Stammkundin ist. Bei Witwe Urban fühlt sich Kurt wie auf Händen getragen, denn er bekommt von ihr die Aufmerksamkeit, die er bei Käthe vermisst. Er ist daher kaum noch zu Hause. ..
Die Unverbesserlichen und ihr Stolz
May 9, 1971
Doris und Jürgen Hechler heiraten. Doch hat sich Michael noch immer nicht mit seinem neuen Vater arrangiert. Er schwärzt ihn bei seinen Großeltern an, indem er die Einladung zum offiziellen Hochzeitsempfang im Hilton-Hotel, zu dem Kurt und Käthe nicht eingeladen sind, den Großeltern zuspielt. Diese sind zutiefst verletzt, weil sie davon überzeugt sind, dass der bekannte Architekt sich seiner „armen Verwandtschaft“ schäme. Da sie bereits ihre eigene große Wohnung gekündigt haben, um in eine günstige aus Hechlers Bestand zu ziehen, kommen sie nun in Schwierigkeiten. Trotzdem teilen sie Doris mit, dass sie nicht mehr vorhätten, in Hechlers Immobilie zu ziehen. Nun heißt es, in den Zeiten von Wohnraumknappheit in Berlin eine geeignete günstige Wohnung zu finden. Als sie wieder und wieder scheitern, gehen Kurt und Käthe jeweils verborgen vor dem anderen zu Jürgen Hechler und bitten ihn um Hilfe.